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Omega 42 gemütlich unter Gennaker auf der Ostsee unterwegs.

Omega 42 – große Freiheit auf offener See

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Omega 42 vom schwedischen Yacht-Designer Peter Norlin gilt als Ikone des Bootsbaus – vergleichbar mit dem Status eines Jaguar E-Type oder Mercedes SL Roadster. Auf dem Bild mit blauem Himmel und ein paar Schleierwolken segelt das Boot unter royalblauem Gennaker.
Omega 42 gemütlich unter Gennaker auf der Ostsee unterwegs.

Omega 42 – die Legende lebt …

Die Geschichte, wie die Omega 42 wieder zum Leben erweckt wurde, könnte unglaublicher nicht klingen: Vor einigen Jahren sitzen drei Freunde – alles Segler, einer besitzt eine kleine Schiffswerft in Waren an der Müritz – beim Grillen im Hafen zusammen. In bierseliger Laune wird sinniert, was man denn tun würde, wenn Geld keine Rolle spiele. Welches Schiff solle wieder auferstehen? Welche Yacht hätte es verdient, wieder zum Leben erweckt zu werden? Nach welcher Ikone des Yachtbaus würden die Menschen sichsehnen? Omega 42 – die einhellige Meinung!

„Was für Automobil-Connoisseure der E-Type oder die berühmten Flügeltür-Roadster der SL-Serie von Mercedes-Benz sind, das ist für Segler eine Yacht aus den Achtzigern.“
Lars Reisberg

Omega 42 vom schwedischen Yacht-Designer Peter Norlin gilt als Ikone des Bootsbaus – vergleichbar mit dem Status eines Jaguar E-Type oder Mercedes SL Roadster. Auf dem Bild mit stahlblauem Himmel sieht man das Boot und die Crew voll am Wind.
Omega 42: Die Crew ist mit hoher Geschwindigkeit in Aktion.

Sehnsuchtsort und Ziel – Omega 42

Damals beherrschte das schwedische Bootsdesign die Regattabahnen Europas. Ein Boot aus skandinavischer Produktion zu besitzen war der Traum vieler Wassersportler. Die Omega 42, so noch heute eine weitverbreitete Einschätzung, galt damals wie heute als Traumyacht. Sehnsuchtsort und Ziel: Einmal im Leben eine Omega 42 segeln, geschweige denn, besitzen …

Omega 42 vom schwedischen Yacht-Designer Peter Norlin gilt als Ikone des Bootsbaus – vergleichbar mit dem Status eines Jaguar E-Type oder Mercedes SL Roadster. Auf dem Bild mit blauem Himmel und ein paar Wolken sieht man das Boot und die Crew an Land vorbeisegeln.
Mit der Omega 42 kann man auch gemütlich segeln.

Die Spuren führen nach Südschweden

Die Herren vom Grillabend machen ernst. Zumindest zwei von ihnen. Was in einer Partylaune beginnt, entwickelt sich zu einem Projekt. Ein dänischer Eigner einer vor über 40 Jahren gebauten, klassischen Omega 42 hilft dabei, die originalen Laminationsformen zu finden. Diese liegen im Wald hinter einer Schiffswerkstatt in Südschweden. Solle man? Könne man wirklich? Dieses ikonische Boot wieder bauen, ganz neu, mit modernen Materialien und Produktionsmethoden? Ein begeisterter Investor ist auch schon gefunden: Baunummer 1 gesichert. Die Formen – Jahrzehnte im Freien den rauhen Naturgewalten ausgesetzt – müssen aufwendig erneuert werden, ehe wieder Rumpf und Deck aus ihnen entstehen können. Konstruktionspläne? Gibt es keine mehr.

 

Rückwärts neu konstruieren


Heiner Francke, Chef der Warener Werft

 

Omega 42 vom schwedischen Yacht-Designer Peter Norlin gilt als Ikone des Bootsbaus – vergleichbar mit dem Status eines Jaguar E-Type oder Mercedes SL Roadster. Auf dem Bild mit stahlblauem Himmel sieht man das Boot und die Crew voll am Wind.
Omega 42: Die Crew ist mit hoher Geschwindigkeit in Aktion.

Offiziell wurden 160 Omega 42 gebaut

Peter Norlin, Konstrukteur dieser Yacht, verstarb 2012. Die umfangreichen Recherchen sowohl im Familienkreis wie auch bei den verschiedenen Produktionswerften, die im Laufe der 20 Jahre die Omega 42 gebaut haben, verfügen nur über sehr wenig Material. Heiner Francke, Chef der Warener Werft, der die Omega 42 wieder auferstehen lassen will, muss das Boot komplett „reverse engineeren“ – rückwärts neu konstruieren. Immerhin sind offiziell 160 Boote gebaut worden. Viele segeln noch. In Schweden gibt es einen angesehenen Fanclub, eine sprudelnde Quelle für Informationen, Vorlagen, Maße. Allerdings sind viele Boote im Laufe der Zeit teilweise umfangreich umgebaut worden, angepasst an sich immer verändernde Vorlieben undTechnologien. Eine originale, eine pure Omega 42, die gibt es kaum noch.

Technische Daten: Omega 42 Nachbau

Länge
Tiefgang
Verdrängung
Amwind-Segelfläche
Preis ab
Länge
42 ft / 12,80 m
Tiefgang

1,67 m

Verdrängung
7,0 t
Amwind-Segelfläche

73 qm

Preis ab

510.000 Euro für ein Meisterwerk der Segelkunst


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Norlins Meisterstück

Peter Norlin zeichnet die extrem schlanke und schicke Omega 42 Anfang der 70er-Jahre da noch für sich selbst: Das Boot soll Regatten gewinnen. Damals wie heute sind Rennsiege auch bei Segelbooten Aushängeschild, Reputation und Verkaufsförderung zugleich. Seine neue Yacht soll alle anderen übertreffen: Ein sehr hoher Mast wird den Wind, der über die Schären Stockholms streicht, einfangen und sie so auch bei wenig Wind segelfähig halten. Ein extrem kurzer Kiel soll das enge Heransegeln an die Steine möglich machen: Abkürzung und Vorsprung bei Regatten. Das Längen-Breiten-Verhältnis dieses neuen Designs erinnert mehr an einen Klipper, oder eine Nadel. Die Omega 42 wird zu Norlins Meisterstück. Sie ist nicht nur wunderschön anzusehen – sie segelt unheimlich schnell! Bereits bei der ersten Bootsausstellung unterzeichnen fast 40 Kunden einen Bauauftrag. Das Boot wird sofort zur Legende. In den engen Infights der großen und kleinen Regatten erkämpft sich dieses schnell segelnde Schiff sofort einen ganz besonderen Nimbus.

„Wer heutzutage eine Yacht bauen und kommerziell vertreiben will, der braucht eine CE-Zertifizierung.“
Heiner Francke
Bootsbauer der Omega 42

Omega 42 vom schwedischen Yacht-Designer Peter Norlin gilt als Ikone des Bootsbaus – vergleichbar mit dem Status eines Jaguar E-Type oder Mercedes SL Roadster. Auf dem Bild sieht man das Segelboot am Steg im Hafen liegen.
Die „Windfänger“ wartet im Hafen auf den nächsten Törn.

Kampf mit den Dämonen an der Müritz

Heiner Francke in Waren an der Müritz kämpft mit anderen Dämonen. Wer heutzutage eine Yacht bauen und kommerziell vertreiben will, der braucht eine CE-Zertifizierung. Was auch gut ist: Moderne Segelyachten müssen hohen bautechnischen Standards genügen. Stilecht durch eine Kopenhagener CE-Agentur betreut, kämpft die Warener Werft mit immer neuen Vorgaben. Da es keinerlei Konstruktions- oder Bauunterlagen mehr gibt, rinnen die Stunden dahin. Selbst kleinste Details müssen neu durchkonstruiert werden, neuberechnet, immer wieder vorgeführt und getestet, custom angefertigt werden. Der Bau zieht sich hin: Der Mast muss komplett neu entwickelt werden, die klassischen Ein-Salings-Riggs hatten eine Tendenz zum Brechen. Hochmoderne Batterie-Systeme, Navigations-Elektronik, sichere Gas-Installation. Die Liste ist schier endlos.

Omega 42 vom schwedischen Yacht-Designer Peter Norlin gilt als Ikone des Bootsbaus – vergleichbar mit dem Status eines Jaguar E-Type oder Mercedes SL Roadster. Auf dem Bild sieht man das Boot mit dem Kapitän und Bootseigner Stefan Gossing bei der Taufe der "Windfänger".
Bootstaufe der „Windfänger“

Schiffstaufe in Krummin auf Usedom

Im Jahr 2020 ist es dann soweit: Schiffstaufe in Krummin auf Usedom! Die „Windfänger“, offizielle Baunummer #401, geht ins Wasser. Ein emotionaler Moment. Es sind über 40 Jahre vergangen, seitdem die letzte in Schweden gebaute Omega 42 zum ersten Mal das Salzwasser der Ostsee berührt hat. Aufregende Linien, aus jeder Perspektive schön. Ein Mast, der an den Wolken zukratzen scheint: Das Boot macht auf sich aufmerksam. Und wie damals in den schwedischen Schären, beginnt die Omega 42 die Regatta-Szene aufzumischen.

 

Sie lässt sich mit zwei Fingern steuern.


Peter Norlin, Konstrukteur der Omega 42

 

Omega 42 vom schwedischen Yacht-Designer Peter Norlin gilt als Ikone des Bootsbaus – vergleichbar mit dem Status eines Jaguar E-Type oder Mercedes SL Roadster. Auf dem Bild mit blauem Himmel und ein paar Schleierwolken segelt das Boot unter royalblauem Gennaker.
Omega 42 gemütlich unter Gennaker auf der Ostsee unterwegs.

Intuition und natürliches Talent

Norlin ist es gelungen eine Yacht zu zeichnen, die wunderbar ausbalanciert ist. Auch wenn heute moderne Boote mit CAD und KI am Computer designed werden, war es die Erfahrung, die Intuition und sicher eine Menge natürliches Talent, welche Peter Norlin dazu befähigten, ein Boot zu konstruieren, dass auf allen Windkursen und in jedem Wetter hohe Fahrleistungen bringt. Dabei geht sie durch die Welle wie ein heißes Messer durch die Butter: Grazil, unbeirrt. Sie lässt sich mit zwei Fingern steuern, im wahrsten Sinne des Wortes kinderleicht. Und das auch bei richtig Druck auf dem Ruder.

Omega 42 – Norlins Meisterstück

Omega 42 vom schwedischen Yacht-Designer Peter Norlin gilt als Ikone des Bootsbaus – vergleichbar mit dem Status eines Jaguar E-Type oder Mercedes SL Roadster. Auf dem Bild mit stahlblauem Himmel sieht man das Boot mit voll gesetzten Segeln.
Omega 42 mit Vollzeug und hoher Geschwindigkeit auf der Ostsee unterwegs.

Wo auch immer die Windfänger heute anlegt, es stehen sofort Menschen am Steg. Das Faszinierende daran, sagt Eigner Stefan Gossing, ist, dass es nicht nur die alten Hasen, die Kenner sind, welche sich an den aufregenden Linien dieser Ikone sattsehen. Es sind viele junge Menschen dabei, begeisterte Segler, in ihren Zwanzigern und sogar Teenager. Sie kennen oftmals weder Norlin noch die Legende der Omega 42. Aber sie scheinen ganz intuitiv, nur angezogen von den Linien des Bootes, zu sehen, dass hier etwas ganz Besonderes festgemacht hat.

Stefan Gossing ist Bootseigner der Segelyacht Omega 42 mit dem beeindruckenden Namen "Windfänger" und ein Mann mit Sinn für echte Formen – für Klassiker, die nicht nur gefallen, sondern berühren.
Stefan Gossing: Bootseigner der Segelyacht Omega 42 mit dem beeindruckenden Namen „Windfänger“

„Es gibt – wie bei edlen Automobilen – viele Klassiker,
aber nur eine Handvoll echte Ikonen.“
Stefan Gossing
Bootseigner der Omega 42

Stefan Gossing ist ein Mann mit Sinn für echte Formen – für Klassiker, die nicht nur gefallen, sondern berühren. Sein Leitsatz bringt es auf den Punkt: „Es gibt – wie bei edlen Automobilen – viele Klassiker, aber nur eine Handvoll echte Ikonen.“ Genau so spricht er auch über sein Boot: die Omega 42 „Windfänger“, deren elegante Linien und Charakter selbst Menschen fesseln, die die Geschichte dahinter gar nicht kennen.

Mit dieser Mischung aus Leidenschaft, Blick fürs Detail und Respekt vor dem Besonderen steht Stefan Gossing für eine Haltung: Qualität erkennt man – und echte Ikonen erst recht.

Omega 42 vom schwedischen Yacht-Designer Peter Norlin gilt als Ikone des Bootsbaus – vergleichbar mit dem Status eines Jaguar E-Type oder Mercedes SL Roadster. Auf dem Bild mit stahlblauem Himmel sieht man das Boot und die Crew voll am Wind.
Omega 42: Die Crew ist mit hoher Geschwindigkeit in Aktion.

Das Erbe der Omega 42

Was in einer Männerrunde beim abendlichen Grillen begonnen hat, entwickelt sich in der Werft in Waren an der Müritz zu einem laufenden Geschäft. Wie begeistert die Segler-Szene hierauf reagiert kann, man sich ausmalen, wenn man sich vorstellt, was passieren würde, wenn der E-Type oder der SL-Flügeltürer wieder neuaufgelegt würden. Zwar ist eine nagelneue Omega 42 mit einem Startpreis von 510.000 Euro selbstverständlich kein Schnäppchen: Maßgefertigter Einzelbau in Handarbeit, ausgeführt von kompetenten Meisterhänden des Bootsbauhandwerks hat natürlich seinen Preis. Alles andere als erstklassige Bauqualität wäre angesichts des Erbes der Omega 42 allerdings auch undenkbar.

Omega 42 vom schwedischen Yacht-Designer Peter Norlin gilt als Ikone des Bootsbaus – vergleichbar mit dem Status eines Jaguar E-Type oder Mercedes SL Roadster. Auf dem Bild sieht man den Rumpf des Segelbootes in einer Werfthalle.
Omega 42: Baunummer 2

Alpha-Tier und Segel-Legende

Baunummer #402 ist in der Fertigstellung und wird im Frühling 2026 schwimmen. Ihr Name? Alpha, so wie der Anfang, oder wie das Alpha-Tier. Alpha und Omega, das passt. Es beschreibt das Jahrtausende alte Konzept eines immerwährenden Kreislaufs. Und lebt damit in dieser wundervollen Geschichte von der Wiederauferstehung einer ikonischen Segel-Legende weiter.


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