Quelle: Bildarchiv Stellantis
FIAT Barchetta - klein, aber oho
Die Verkleinerungsform des Namens FIAT Barchetta (Barchetta bedeutet „kleines Boot“) unterstreicht die nur scheinbar essentielle Eigenschaft eines Wagens, der mit raffinierten stilistischen Details aus der glorreichen Vergangenheit italienischer Sportwagen aufwartet, aber gleichzeitig durch eine ausgefeilte Mechanik und ein reinrassiges Spider-Chassis veredelt wird.
Die Entwicklung begann auf der Basis des „Tipo B“, der kleiner war als das Coupé, noch bevor der Fiat Punto auf dieser neuen Plattform gebaut wurde. Der griechische Designer Andreas Zapatinas, der 1988 zu Fiat kam, erzählt, dass er an Heiligabend 1990 vom damaligen Leiter des Centro Stile Fiat Mario Maioli gebeten wurde, einen Spider auf der Bodenplatte des Autos zu entwerfen, das den FIAT UNO ersetzen sollte.
Quelle: Bildarchiv Stellantis
Diavola vs. MArinara
Im Team des Centro Stile Fiat gab es damals viele junge Talente, und es entstanden zwei Teams, die miteinander konkurrierten. Ihr Einfallsreichtum zeigte sich schon in den Namen, die den beiden Projekten gegeben wurden und direkt von der Speisekarte einer Pizzeria stammten: „Diavola“ war der Vorschlag des von Chris Bangle geleiteten Teams, die Gruppe von Andreas Zapatinas wählte „Marinara“. Bei dem ersten Projekt handelt es sich um die Umwandlung des Fiat Coupé in einen Spider. Dieses Projekt war in der Entwurfsphase schon etwas weiter fortgeschritten und stammte ebenfalls von der Gruppe rund um Chris Bangle. Der zweite Vorschlag war zwar stilistisch weniger innovativ, griff aber auf verschiedene Stilelemente berühmter italienischer Spider zurück.
Quelle: Bildarchiv Stellantis
Das Fiat-Management entschied sich für das zweite Projekt, auch um den Wagen stärker von seinem Bruder mit dem Blechdach zu unterscheiden. Der Radstand war im Vergleich zum künftigen Fiat Punto um 17 cm kürzer, wodurch der Fahrgastraum hinter der langen Motorhaube zurückgesetzt war.
Quelle: Bildarchiv Stellantis
Quelle: Bildarchiv Stellantis
Die Linienführung ist weich und abgerundet
Das allgemeine Erscheinungsbild und der Verzicht auf Schnickschnack waren wesentlich, um das Gewicht so gering wie möglich zu halten. Dennoch gab es einige sehr raffinierte Details, die an die glorreichen Sportwagen der Vergangenheit erinnerten. So entstand der kleinere Fiat Barchetta. Bereits sein Name, der in kursiver Schrift auf dem Armaturenbrett auf der Beifahrerseite prangt, weist auf die kleinere Größe hin.
Technische Daten: FIAT Barchetta
Brillant ab niedrigen Drehzahlen, aber mit einer guten Ausdehnung bis zu 6.300 U/min, mit 131 PS Höchstleistung
1,8-l-Vierzylindermotor mit 16 Ventilen
Die Produktion begann Ende 1994 in einem „diffusen“ Montagesystem in einem weiten Umkreis um Turin: die Firma ILCAS in Sparone formte und schweißte die Bleche, Maggiora montierte die Autos im ehemaligen Lancia-Werk in Chivasso und setzte die Motoren aus Pratola Serra ein, während das Getriebe und das Differential aus dem Werk in Termoli kamen. Die Lackierung der Karosserien erfolgte schließlich in Grugliasco in der Karosseriewerkstatt von Bertone.
Die auffälligste Farbe des „kleinen Boots“ war ein knalliges Orange.
Nach mehr als 57.000 produzierten Einheiten wurde die Produktion 2005 endgültig eingestellt.
Cabriolife
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