Quelle: Mercedes-Benz Classic Archive
Silberpfeil - nackte Haut aus Aluminium
Es ist eine simple Idee, die 1934 Silber zur Farbe des Rennsporterfolgs macht. Alles beginnt am Vorabend des Eifelrennens auf der Fahrzeugwaage am Nürburgring. 750 kg Maximalgewicht gestattet das Reglement jedem Fahrzeug. Der nagelneue W 25 wiegt aber ein Kilogramm zu viel. Doch Alfred Neubauer, Rennleiter des Mercedes-Benz Teams, lässt den weißen Lack abschleifen, sodass die pure Aluminiumkarosserie silbern funkelt. Am nächsten Morgen steigt Manfred von Brauchitsch in den 750 kg leichten Wagen und gewinnt im „Silberpfeil“ das Rennen souverän.
Quelle: Mercedes-Benz Classic Archive
Geschwindigkeit Ø 122,5 km/h
Schnell ist der W 25 auf der Strecke, er erreicht Spitzengeschwindigkeiten bis 300 km/h. Tempo zählt aber auch an der Box. Deshalb hat die von vielen Lüftungsschlitzen durchzogene Motorhaube Schnellverschlüsse. So kann sie ohne Werkzeug in wenigen Sekunden geöffnet werden.
Der W 25 entsteht ab 1933 als klassischer Front-Mittelmotorrennwagen. Er wird während seiner Einsätze im Motorsport bis 1936 weiterentwickelt. Sein Debüt erlebt er mit einem 3,4-Liter-Reihenachtzylinder-Kompressormotor (M 25 A), der bis zu 260 kW (354 PS) bei 5.800/min leistet. Noch im selben Jahr 1934 folgt der 4-Liter-Motor M 25 B mit bis zu 316 kW (430 PS). Die gewaltige Leistung kann man auch am Exponat im Mercedes-Benz Museum ablesen.
Quelle: Mercedes-Benz Classic-Archive
Beginn einer Erfolgsgeschichte
Auf den W 25 folgen die Silberpfeile der 1930er- und 1950er-Jahre. 1994 kehrt Mercedes-Benz als Motorenlieferant in die Formel 1 zurück, seit 2010 ist die Marke wieder mit einem eigenen Werksteam präsent. Seit 1934 gehen drei Europameisterschaften (Rudolf Caracciola 1935, 1937 und 1938) sowie zwölf Fahrertitel der Formel-1-Weltmeisterschaft auf das Konto der Silberpfeile: Juan Manuel Fangio wird 1954 und 1955 Weltmeister, Mika Häkkinen 1998 und 1999, Nico Rosberg 2016, Lewis Hamilton holt die Meisterschaft 2008, 2014 und 2015 sowie 2017 bis 2020.
Technische Daten: Silberpfeil W 25
Der W 25 entsteht ab 1933 als klassischer Front-Mittelmotorrennwagen. Er wird während seiner Einsätze im Motorsport bis 1936 weiterentwickelt. Sein Debüt erlebt er mit einem 3,4-Liter-Reihenachtzylinder-Kompressormotor (M 25 A), der bis zu 260 kW (354 PS) bei 5.800/min leistet. Noch im selben Jahr 1934 folgt der 4-Liter-Motor M 25 B mit bis zu 316 kW (430 PS).
Achtzylinder-Viertakt-Reihenmotor, 5 Kurbelwellenlager, 2 Steigstromvergaser (Mercedes-Benz),
2 obenliegende Nockenwellen mit Stirnradantrieb, 4-Ventil-Technik,
1 Roots-Kompressor, Wasserkühlung
Der Kraftstoffverbrauch des Motors lag bei etwa 100 Liter pro 100 km – ein Gemisch von 86 % Methylalkohol, 4,4 % Nitrobenzol, 8,8 % Aceton und 0,8 % Äther.
Der Silberpfeil W 25 ist ein aerodynamisch optimierter Monoposto mit frei stehenden Rädern. Er steht bei Mercedes-Benz für eine neue Epoche des Rennwagenbaus.
Rahmen, Schalthebel, Pedalerie, sogar die Aufhängung des Auspuffs – an vielen Stellen des W 25 im Mercedes-Benz Museum sind Erleichterungsbohrungen zu entdecken. Das zeigt, wie wichtig der Leichtbau bei seiner Entwicklung ist. Das Gewicht entscheidet sogar über die Startzulassung: Die 1932 bekannt gegebene Grand-Prix-Rennformel des Dachverbands Association Internationale des Automobile Clubs Reconnus (AIACR) schreibt vor, dass die Rennwagen ohne Betriebsstoffe maximal 750 Kilogramm wiegen dürfen.
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Mercedes-Benz Museum – ein faszinierender Ort, der die Geschichte und Innovation der Marke Mercedes lebendig werden lässt. Cabriolife besucht und empfiehlt noch viele andere sehenswerte automobile Veranstaltungen.