Obrist erfindet "Champagner-Motor"
Da der 45 kW starke und nur 110 Kilogramm leichte OBRIST Motor lediglich dazu dient, die Pufferbatterie des Wagens bei Bedarf zu laden und, wenn nötig, die Klimaanlage mit Strom zu versorgen, muss er nicht hochdrehen wie ein konventioneller Automotor, sondern läuft, sofern überhaupt, stets im optimalen Drehzahlbereich. Das Konstruktionsprinzip des Motors ist bewusst einfach: Technisch handelt es sich um einen Saugmotor mit Mehrkanaleinspritzung mit einem Liter Hubraum. Die bei Antriebsmotoren übliche variable Ventilsteuerung entfällt.
Steckbrief: OBRIST GROUP
Die von dem Erfinder und Unternehmer Frank Obrist gegründete Obrist Group ist auf Innovationen für globale, nachhaltige und CO2-senkende Energiekonzepte fokussiert. Das Spektrum reicht von der weltweiten Versorgung mit erneuerbaren Energien über atmospheric Fuels (aFuels) bis hin zu innovativen CO2-negativen (also klima-positiven!) Antriebskonzepten für die Automobilindustrie. Mit über 250 Patenten gehört die Obrist Group zu den weltweit wichtigsten Innovatoren auf dem Gebiet nachhaltiger Energiekonzepte.
Gibt es eine Zukunft für E-Fuels?
Das HyperHybrid-Konzept hat nach Ansicht der Entwicklungsschmiede gute Aussichten auf einen Einsatz in Europa, sofern das für 2035 geplante Zulassungsverbot für Kraftfahrzeuge mit Verbrennungsmotor eine Ausnahme vorsieht für Wagen, die mit E‑Fuels fahren. In Deutschland ist der Anteil der an E-Autos Interessierten in den letzten zwei Jahren von 34 auf 29 Prozent zurückgegangen, hat eine aktuelle Umfrage von McKinsey ergeben. Demnach bereut knapp ein Viertel aller E-Auto-Fahrer den Umstieg auf Elektromobilität. Ein kritischer Faktor ist offenbar die E-Infrastruktur: Nur sieben Prozent halten das bestehende Ladenetz für ausreichend – ein Hemmnis, das mit dem HyperHybrid auf einen Schlag keine Rolle mehr spielen würde. Losgelöst davon bleibt das Obrist-Konzept für den Rest der Welt interessant: Nur ein gutes Fünftel aller Fahrzeuge rund um den Globus fährt auf europäischen Straßen.
Laufruhe - HYPERHYBRID® POWERTRAIN
Entwickelt wurde der Motor für ein forciertes HyperHybrid-Konzept. Und den Zaubertrick verrät uns Obrist oben drein: Der „Minimotor“ ist nicht Teil des Antriebsstrangs, kommt also gar nicht in die Gelegenheit, seine Kraft mit einem anderen System koppeln zu müssen. Der kleine Ein-Liter-Motor muss also gar nicht hochdrehen, sondern arbeitet, wenn er es denn überhaupt muss, immer in optimalen Drehzahlbereichen.
So groß wie ein Schuhkarton
Die beiden Kurbelwellen arbeiten gegenläufig, so dass sich jedwede Vibration eliminiert. Ein gummigedämpftes Getriebe auf der zweiten Kurbelwelle minimiert die vom Getriebe erzeugten Geräusche. Ein integriertes Schwungrad kompensiert alle Trägheiten der rotierenden Teile, und zwar auch der externen Kräfte außerhalb des Motors einschließlich des Ölsystems mit der Ölpumpe. Dadurch und durch eine vollständige Kapselung in einer Schalldämmungsbox etwa von der Größe eines Schuhkartons arbeitet der Motor praktisch geräuschlos und vibrationsfrei.
So soll laut CEO Frank Obrist das Problem der Reichweite gelöst werden, denn der Champagner-Motor verbraucht nur 1,5 Liter (Benzin oder E-Fuels) auf 100 km. Damit soll eine Reichweite von über 1.000 Kilometern möglich sein. Seit 2011 arbeitet das Team bereits am HyperHybrid-Konzept. 45 kW, also knapp 61 PS leistet der 110 Kilo leichte Saugmotor mit Mehrkanaleinspritzung. Eine variable Ventilsteuerung, wie sie bei Viertaktern üblich ist, entfällt.
Technische Daten: OBRIST-Motor
Da der 45 kW starke „Champagner-Motor“ lediglich dazu dient, die Pufferbatterie des Wagens bei Bedarf zu laden und, wenn nötig, die Klimaanlage mit Strom zu versorgen, muss er nicht hochdrehen wie ein konventioneller Automotor
Der „Minimotor“ ist nicht Teil des Antriebsstrangs, kommt also gar nicht in die Gelegenheit, seine Kraft mit einem anderen System koppeln zu müssen. Der kleine Ein-Liter-Motor muss also gar nicht hochdrehen, sondern arbeitet, wenn er es denn überhaupt muss, immer in optimalen Drehzahlbereichen.
Der OBRIST-Motor verbraucht nur 1,5 Liter (Benzin oder E-Fuels) auf 100 km. Damit soll eine Reichweite von über 1.000 Kilometern möglich sein.
Die beiden Kurbelwellen arbeiten gegenläufig, so dass sich jedwede Vibration eliminiert. Ein gummigedämpftes Getriebe auf der zweiten Kurbelwelle minimiert die vom Getriebe erzeugten Geräusche. Ein integriertes Schwungrad kompensiert alle Trägheiten der rotierenden Teile, und zwar auch der externen Kräfte außerhalb des Motors einschließlich des Ölsystems mit der Ölpumpe. Dadurch und durch eine vollständige Kapselung in einer Schalldämmungsbox etwa von der Größe eines Schuhkartons arbeitet der Motor praktisch geräuschlos und vibrationsfrei.
Seit 2011 arbeitet das Team von OBRIST bereits am HyperHybrid-Konzept. 45 kW, also knapp 61 PS leistet der 110 Kilo leichte Saugmotor mit Mehrkanaleinspritzung.